

Linear-Informationssteuerung SIL 2
SIL 2 verfügt über eine Vielzahl von Funktionen, darunter die Steuerung aller gängigen Fahrgastinformationssysteme, die Anbindung an Entwertungsgeräte und Fahrkartenautomaten sowie die Zählung von Fahrgastströmen. Darüber hinaus wurde das System unter anderem um folgende Funktionen erweitert: Verwaltung des Überwachungssystems, Anzeige von Kamerabildern und Wiedergabe von aufgezeichnetem Videomaterial.
Technische Daten
SIL 2 wurde auf der Grundlage der Erfahrungen aus der Implementierung seines Vorgängers SIL 1 sowie des auf dem Markt bekannten und geschätzten Computers KPP2 entwickelt. Zusätzliche konfigurierbare Funktionstasten F1-F5 ermöglichen die individuelle Anpassung der Steuerung an die eigenen Bedürfnisse, und der große 10-Zoll-Touchscreen erleichtert dem Fahrer die Arbeit, indem er ihm die notwendigen Informationen in übersichtlicher Form liefert. In die Steuerung wurde außerdem eine Navigation integriert, die dem Fahrer Hinweise zu den Manövern an den nächsten Kreuzungen gibt.
Technische Daten
- Intel-Prozessor mit 2,4 GHz, 2 GB RAM
- Flash-Speicher mit bis zu 512 GB
- Möglichkeit zur Installation einer zweiten SSD mit bis zu 8 TB
- Betriebssystem Linux
Benutzeroberfläche
- Großes, gut lesbares 10-Zoll-TFT-Farbdisplay mit Touchscreen und einstellbarer Helligkeit der LED-Hintergrundbeleuchtung (die Einstellung erfolgt über einen Umgebungslichtsensor);
- komfortable, farbig hinterleuchtete Touch-Funktionstastatur. Die Tastenfunktionen können vom Benutzer definiert werden – dies ermöglicht eine schnelle und einfache Navigation zu den am häufigsten genutzten Funktionen des Computers;
- integrierter RFID-Kartenleser (Mifare) für eine einfache und schnelle Benutzeranmeldung;
- leicht zugänglicher USB 3.0-Anschluss zum Anschließen eines USB-Sticks oder LAN-Anschluss zum Anschließen eines Laptops;
- 5 taktile Funktionstasten F1–F5, unabhängig vom Touchscreen, mit der Möglichkeit, Funktionen zuzuweisen und die Farbe zu ändern



Funktionen
- Steuerung aller von SiMS angebotenen Arten von elektronischen Anzeigetafeln (LED, Flip-Dot, LCD);
- Wiedergabe von Sprachansagen und anderen akustischen Meldungen auf maximal drei Kanälen (Kanal im Fahrzeuginneren, außerhalb des Fahrzeugs und optional im Fahrerhaus – VoIP für die Kommunikation mit der Leitstelle);
- Zusammenarbeit mit Entwertungsgeräten für Papier- und elektronische Fahrkarten;
- Zusammenarbeit mit Fahrkartenautomaten;
- Zusammenarbeit mit Video- und Audioüberwachungssystemen. Möglichkeit, Videomitschnitte mit Texten zu überlagern, die beliebige, dem SIL-Computer aktuell verfügbare Parameter enthalten, wie Geschwindigkeit, geografische Position, Linienname, Fahrtrichtung, Haltestelle, Fahrerdaten usw.;
- Integration der Kamera-Vorschau-Funktionen des Überwachungssystems auf dem Bildschirm des Fahrers;
- Möglichkeit der Wiedergabe von Aufzeichnungen aus der zentralen Überwachungsstelle auf dem Bildschirm des Bordcomputers;
- Ortung des Fahrzeugs mittels eines eingebauten GPS-Empfängers;
- Hinweise für den Fahrer zur Erleichterung der korrekten Einhaltung des Fahrplans;
- Funktion des Assistenten für wirtschaftliches Fahren (EDA) – Signalisierung und Aufzeichnung von Ereignissen, die nicht den Grundsätzen des Eco-Driving entsprechen, sowie anderer vom Fuhrparkbesitzer definierter Ereignisse, wie zum Beispiel: zu langer Leerlauf, Fahren im Leerlauf, abruptes Anfahren, starkes Bremsen usw.;
- Navigationsfunktion – Hinweise an den Fahrer zu den richtigen Manövern an Kreuzungen;
- OBD-Funktion – Erfassung von Informationen aus dem CAN-Bus über Störungen im Betrieb der elektronischen Bordgeräte des Fahrzeugs, Umwandlung dieser Informationen in eine für den Bediener verständliche Textform, Anzeige auf dem Computerbildschirm und Speicherung zur späteren Analyse



- automatische Aktualisierung von Fahrplänen, Anzeigeninhalten, Durchsagen usw. sowie automatischer Abruf von Fahrtenbüchern – im Depot über WLAN, ISM-Funkmodem oder Bluetooth und auf der Fahrbahn über GSM-Netze;
- Möglichkeit des Fernzugriffs auf den Computer zur zentralen Verwaltung der Fahrzeugflotte;
- Möglichkeit des Master-Slave-Betriebs bei bidirektionalen Fahrzeugen;
- Kommunikation mit dem zentralen Dispositionssystem;
- Kommunikation mit dem zentralen „Grüne Welle“-System;
- Kommunikation mit den Ampelsteuerungen an Kreuzungen – lokale Vorranggewährung für Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs;
- Zusammenarbeit mit dem Alkoholtestgerät und Zündsperre – um das Fahrzeug zu starten, muss sich der Fahrer am Bordcomputer anmelden und sich einem Alkoholtest unterziehen;
- Aufzeichnung aller dem Bordcomputer verfügbaren Parameter und Ereignisse, wie zum Beispiel: Öffnen/Schließen des Tankdeckels, Kraftstoffstand, Kraftstoffverbrauch während der Fahrt, Daten zum Fahrer, dessen Fahrstil, abruptes Bremsen oder Anfahren, Einsatz des Alkoholtestgeräts, Fahrzeugbetriebsdaten, Einhaltung des Fahrplans, Passagierströme, Parameter vom CAN-Bus (SEA J1939 oder CANOpen) und vieles mehr




